Robert Tilp

Robert Tilp

Ich bin 1968 in Erfurt geboren, habe eine liebe Schwester und liebe Eltern und lief so einige Jahre den ganz normalen Weg, den ein Kind so geht. Kindergarten, Schule und da ich nicht drei Jahre dienen wollte (bei der NVA), verzichtete ich auf das Abi und lernte Elektromonteur. Ich ging einige Jahre auf Montage mit 13-Stunden-Tagen, um von den Orten nur die Baustellen kennen zu lernen. 1988 „durfte“ ich dann doch noch für 18 Monate meinen Grundwehrdienst ableisten, eine Zeit, die sehr speziell für mich war und von der ich dachte, dass man das gar nicht aushalten kann (hab’s geschafft). Nach der Wende zog es mich dann doch mal ganz schön in die Ferne. Ich reiste mit einem Freund nach Amerika, um dort sechs Monate die USA zu erkunden – ein kleiner Zipfel Mexiko und Kanada waren auch dabei. Dort erblühte in mir etwas wie Faszination an der Natur: das erste Mal in Flüssen schwimmen, Blicke ohne Freileitungen und Schornsteine und Stille. Ich glaube, dort habe ich erstmals so etwas wie Stille bewusst erlebt und genossen.

Wieder zurück arbeitete ich bei einer neuen Firma in Erfurt, "Electro During". Zehn gute Jahre verbrachte ich dort in vielen unterschiedlichen Positionen, die mich allesamt wachsen ließen, zuletzt in der Achtung vor der Arbeit im Büro. Was ich nie wollte, durfte ich dort zwei Jahre lang erleben. Und so ist aus dem Handwerker auch ein Sesself..... geworden, mit allem Stress, den man sich nur vorstellen kann und allen Vorzügen. Eine kleine Unterbrechung gab es 1995, da packte mich wieder das Fernweh und für fünf Monate lies mich mein guter Chef nach Australien ziehen. Dort lernte ich, das zu lieben, was ich vor Jahren kennen lernen durfte: Stille und Klarheit. Beides findet für mich in der Wüste und in der Natur seine Erfüllung und wirkte so stark auf mich, dass ich noch heute von diesen Erfahrungen zehre.

Da ich seit meinem zehnten Lebensjahr begeisterter Judoka beim SC Medizin Erfurt bin, war da schon immer parallel zur Arbeit so ein Gedanke alter Weisheiten in mir. „Siegen durch nachgeben“, davon durfte ich viel lernen und immer neue Prinzipien sog ich neugierig ein, bis es endlich zur „ganzheitlichen Ein-Sicht“ kam, die mich seitdem immer neu packt und begeistert.

Also begann ich parallel zur Arbeit auch noch zu lernen und Abschlüsse zu machen: Fastenbegleiter, Yogalehrer, »Fünf Tibeter«®-Trainer, innerFitness®-Trainer. Doch irgendwann war die Doppelbelastung nicht mehr auszuhalten.
Schon oft habe ich zu meinen Freunden und Kollegen gesagt, dass ich mit "Arbeiten" aufhören will und meinen Unterhalt mit dem verdienen möchte, was ich als Erfüllung empfinde. Ein altes Wort nennt das Be-ruf-ung. Oft erhielt ich ein stilles Lächeln als Antwort.

Dann war es soweit: Kündigung, Neuanfang, noch mehr Bildung, schließlich der Heilpraktiker-Abschluss und viele, viele Kurse. Und dann, auf ständig neue Anfragen, wo denn meine Praxis sei, wagte ich den Schritt, eigene Räume zu nehmen und seitdem...

Weil mir mehr und mehr klar wird, wie wichtig die ganzheitliche (ein anderes Wort wäre globale) Sicht für unser Weiterleben ist, habe ich mit Freunden das Erfurter Netzwerk ganzheitliche Lebensweise, ENGL e.V. gegründet und arbeite im Vorstand mit. Der Thüringer Naturheilkundetag, das „Open Your Heart“-Festival und andere schöne Projekte sind durch diese fruchtbare Zusammenarbeit vieler begeisterter Menschen möglich geworden und bereichern seit einiger Zeit Thüringen.Und es geht immer noch weiter und weiter.

Weiter ging und geht mein Leben auch mit meiner Geliebten, die nun schon einige glückliche Jahre auch meine Frau ist. Darüber bin ich sehr froh .

Falls das wirklich jemand bis hierher gelesen hat, stellt sich die Frage, ob wir uns kennenlernen sollten. Denn ich freue mich sehr über Menschen, die neugierig sind auf das Leben und losgehen. Gelegenheiten gibt es ja einige.

„Wege zu mehr Lebensfreude“, naja, da bin ich auf dem Weg und verstehe mich auch einfach als Weggefährte.

Kommen Sie mit?!

Robert Tilp